Sonntag, 7. März 2010

Workshop-Symposium: Nachklapp

Den Samstagvormittag habe ich im Aran in Friedrichshafen verbracht. Ich wollte mal alles bisherige Revue passieren lassen: der Workshop am Freitag hatte doch Einiges in Gang gesetzt: innen, wie aussen...
Während ich es mir kulinarisch gut gehen ließ, konnte ich dort zusehen, wie bei der draussen herrschenden Eiseskälte die schwarzen Planen, die über die Sitzbänke vor dem Cafe gespannt waren den Schnee, der sich gerade auf ihnen abgelegt hatte, jedes mal gleich wieder von ihnen herunter warfen. Die Flocken tanzten dann weiter mit den anderen, die in der Luft herum gewirbelt wurden; und mit den Möwen, die sich jeweils in den Wind legten, ergab das ein ganz lebendiges Bild. - Lebendig, so wie die das Workshop-Symposium.
Ich will hier in ein paar Stichpunkten festhalten, welche Ansätze sich aus meiner Sicht für die Weiterarbeit an dem entstandenen Projekt, dass sich mit der Implementiereung einer spirituellen Praxis in eine von zum Beispiel Zen-Praxis und Neuroökonomik inspirierten neuen Form der Unternehmenskultur ergeben haben.
Dies geschieht am besten, indem ich dafür grob Ebenen für die geplante Implementierung benenne:
1. Ebene der Art der spirituellen bzw. Entspannungs-Praxis (zum Beispiel Zen-Meditation, Kundalini-Mediation, autogenes Training, Yoga)
2. Ebene der Arbeit an der Organisationsform: Wie denken wir Organisation, wie wurde in den letzten Jahren Oragnisation schon neu gedacht und wie muss sie neu gedacht werden, wenn in ihr im Rahmen von einer Unternehmenskultur Spiritualität praktiziert wird; das ganze mit dem schon vorher im Blog benannten Endziel der "achtsamen Oragnisation".
3. Ebene der Nutzbarmachung von empirischen Erkenntnissen aus der interdisziplinären Verknüpfung von Neurowissenschaften und Wirtschaftswissenschaften in Bezug auf Unternehmenspraxis im Allgemeinen.
4. Schließlich die Ebene der praktischen Verknüpfung der Ebenen 1-3 durch die Schaffung und Perpeturierung konkreter Tools und Institutionen, die ein Training sowohl der spirituellen Übung als auch der durch diese folgenden neuen Umgangsformen im Unternehmen ermöglichen und gleichzeitig eine corporate identity erschaffen, die nachhaltig ist und den Prozess der Vertiefung und Stabilisierung der spirituellen Praxis und der jeweiligen gelebten Unternehmenskultur unterstützt.
Diese Punkte sind ein noch zu verfeinernder Rohbau, dessen Ebenen sich wechselseitig bedingen und deren prozessuale Reihenfolge variiert.
Ich freue mich auf den Ausbau dieser Gedanken, auf die Weiterführung des Projektes und die spannenden Erkenntnisse, auf die wir in der Zusammenschau der einzelnen Aspekte der Aufgabenstellung noch stossen werden.

Zurück zum Event: insgesamt war/bin ich sehr angetan. Es war alles sehr gut organisiert und auch die Feier gestern Abend war sehr schön: im Schloss der Künste, einer wirklich sehr schönen Location mit angenehm einladendem Ambiente die Glieder in die Luft werfen zu Ragga, Techno und Tech-House. Man hat sich wirklich Mühe gemacht.
Ich bin sehr vielen interessanten, reflektierten Menschen begegnet und habe viele neue, viel versprechende Bekanntschaften geknüpft.
Ich will hier einen Absatz machen. Was mir später noch in den Sinn kommt wird nachträglich ergänzt. Grüße, Riadh

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